§ 2 - Zukünftige Entwicklung der Weilerwiese; hier: Standort der Sportanlage - VORBERATUNG - (öffentlich)

Aus Ratsinformationssytem Schwäbisch Hall
Version vom 11. November 2014, 13:16 Uhr von Kitterer (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Sachvortrag:

Die zu erwartende bauliche Entwicklung der Weilerwiese mit Ärztehaus, Zwillingsgebäude und Tiefgarage lässt aufgrund des Bauvolumens und des hierzu benötigten Arbeits- und Lagerraums keine weitere bauliche Maßnahme auf der Weilerwiese innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre zu. Die Vertragsverhandlungen zum Thema Ärztehaus sind abgeschlossen und mit Blick auf das Zwillingsgebäude weit fortgeschritten, so dass im Oktober noch  mit Vertragsabschlüssen zu rechnen ist. Mit Blick auf die zu erwartenden Stellplatzengpässe (Sanierung Landratsamt, Haalplatz, sowie diverse Neubebauungen) begrüßt die Verwaltung die Überlegungen der Stadtwerkegeschäftsführung, die geplante Tiefgarage auch unterhalb der geplanten Freizeitfläche Weilerwiese auszudehnen.

Die Arbeitsvergabe für die Realisierung der Skateranlage konnte im Juli 2014 nicht beschlossen werden, da im Rahmen der Ausschreibung kein Wettbewerb entstanden ist und der gebotene Preis weit über den vom Fachbüro geschätzten Kosten lag.

Aus Sicht der Verwaltung ist es erforderlich, die jetzt entstehende Situation zu nutzen, um die angedachte Entwicklung der Sport- und Freizeitanlagen auf den Prüfstand zu stellen. 

Aus diesem Grunde fand am 01.09.2014 ein Gespräch zwischen Herrn Oberbürgermeister Pelgrim und der „Kerngruppe“ der Skaterinnen und Skater statt. Die Skaterinnen und Skater zeigten Verständnis für die neue Situation und hielten es für vorrangig und wünschenswert, die bestehende Skateranlage im Schulzentrum West, die im übrigen konfliktfrei betrieben wird, einer gründlichen Sanierung zu unterziehen. Verbunden mit der Neubeschaffung von zeitgemäßen Skateeinrichtungen wäre es ferner der Wunsch, ein weiteres Plateau, das derzeit von niemandem benötigt wird, in die Gesamtanlage einzubeziehen. Moniert wurde auch die unzureichende Ausleuchtung.

Im Falle einer zeitnahen Realisierung im Schulzentrum West entspannt sich auch die Situation zur Umgestaltung der Weilerwiese. Das vorgesehene Restprogramm auf der Weilerwiese umfasst: einen Hartplatz, einen Basketballplatz sowie eine Laufbahn mit einer Sprunggrube, ein Trampolin sowie einen Kommunikations- und Bewegungsraum mit Vogelnestschaukel. Diese Einrichtungen sind jedoch nicht zwangsläufig und sofort auf der Weilerwiese anzusiedeln, sondern können auch an einem oder mehreren neuen Standorten realisiert werden.

Aus Sicht der Verwaltung könnten Hartplatz, Sprunggrube und Laufbahn gemeinsam mit Überlaufparkplätzen in unmittelbarer Nähe zum Auwiesenstadion realisiert werden. Hier verfügt die Stadt über größere Grundstücksflächen, die auch kurzfristig in Anspruch genommen werden können. Die Flächen liegen zwar, wie aus dem beiliegenden Lageplan hervorgeht, innerhalb des Überschwemmungsgebietes, was aus Sicht der Verwaltung für diese Nutzung jedoch kein Ausschlusskriterium bedeutet. Bei der Realisierung der Anlage muss darauf geachtet werden, dass keine den Strömungsverlauf verändernden Hindernisse im Überschwemmungsgebiet eingeplant werden, so dass der so genannte Retentionsraum uneingeschränkt zur Verfügung steht. Nachdem die baulichen Anlagen des Hartplatzes sowie der weiteren Einrichtungen keine massiven Hindernisse beinhalten, wird aus Sicht der Verwaltung eine Zustimmung der Wasserwirtschaft erwartet.

Für den Schulsport bedeutet der Weg zur Auwiese einen gewissen Mehrweg, der jedoch zumutbar ist. Die fußläufige Erreichbarkeit dieses Areals ist konfliktfrei, was die Querung der Hauptstraßen anbetrifft.

Für die übrigen Nutzerinnen und Nutzer des Hartplatzes und des Basketballplatzes wird der Standort nicht von entscheidender Bedeutung sein, hier spielt die Qualität der Ausgestaltung der Sportanlagen eine entscheidendere Rolle.

Eine weitere Komponente der Weilerwiese war der eingeplante Kommunikations- und Bewegungsplatz mit Vogelnestschaukel. Diese Elemente können auch auf dem derzeit in Planung befindlichen Abenteuerspielplatz Unterwöhrd platziert werden, so dass eine qualitativ  gleichwertige oder sogar bessere Lösung gefunden werden kann. Mit diesem zusätzlichen Angebot auf dem Unterwöhrd würde sich zudem die Nutzungsvielfalt dieses Gesamtspielplatzes erhöhen.

Mit Blick auf die Nachfolgenutzung der Freizeitanlage Weilerwiese ist im Anschluss an die Baumaßnahmen der vergrößerten Tiefgarage - neben den bisher schon vorgesehenen Wohnmobilstellplätzen - die Ausprägung eines urbanen Platzes mit Sport- und Freizeitanlagen weiterhin möglich.

Anlage 1: Orientierungsplan

Anlage 2. Grunderwerbsplan

Anlage 3: Überschwemmungsgebiet

Anlage 4: Skateranlage SZW

Anlage 5: Beispielbilder

Beschluss:

Die Ausführungen der Verwaltung werden zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Verwaltung wird beauftragt, umgehend die jeweiligen Planungen für die neuen Standorte auszuarbeiten und zeitnah dem Gemeinderat vorzulegen. Es wird eine kurzfristige Umsetzung aller Komponenten gewünscht.

Meine Werkzeuge