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Bis 1508, also das gesamte Mittelalter hindurch, blieb die Schw&auml;bisch Haller Hauptkirche ein Filial von St. Johannes Baptist. Erst dann wurde die Unterstellung aufgehoben und St. Michael wurde Sitz einer selbstst&auml;ndigen Pfarrei.</p>
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In der Reformationszeit d&uuml;rfte die mittelalterliche Ausstattung von St. Johannes Baptist verloren gegangen sein, da sich die Bewohnerinnen/ Bewohner von Steinbach dem protestantischen Glauben anschlossen und in der Kirche evangelisch gepredigt wurde. Bis 1600 setzte das Reichsstift Comburg die R&uuml;ckkehr zum Katholizismus durch. Etwa 1717 fand eine barocke Umgestaltung von St. Johannes Baptist, einschlie&szlig;lich des Kirchhofes, statt.</p>
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Als Pfarrkirche nicht nur f&uuml;r Steinbach, sondern auch f&uuml;r die in der weitgehend protestantischen Region in der Diaspora lebenden Katholiken, hatte St. Johannes einen gro&szlig;en Einzugsbereich. Erst im sp&auml;ten 19. und 20. Jahrhundert hat sich dieser mit der Gr&uuml;ndung neuer katholischen Kirchengemeinden verkleinert.</p>
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Eine von Dr. Eduard Kr&uuml;ger geleitete Restaurierung von 1965 zielte auf die teilweise Wiederherstellung des romanischen Charakters ab. In diesem Zusammenhang wurden die barocken Fenster entfernt und die aus dem 12. Jahrhundert wieder freigelegt. Dies war die letzte gr&ouml;&szlig;ere Restaurierung der Kirche.</p>
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Im Jahr 2018 musste die Kirchengemeinde aufgrund eines Pilzbefalls am Holzfachwerk des &bdquo;Alten Pfarrhauses&ldquo; Sanierungskosten in H&ouml;he von rund 185.000 Euro selbst aufbringen.</p>
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Nun stehen unabwendbare Sanierungen der Pfarrkirche bevor. In den letzten Jahren sind tiefe Risse in den Au&szlig;enmauern der Kirche entstanden. Des Weiteren haben Voruntersuchungen ergeben, dass sich die Au&szlig;enmauern bis zu 28 cm w&ouml;lben. Eine grundlegende Dach- und Mauerwerksanierung muss zur Bestandssicherung der Kirche durchgef&uuml;hrt werden.</p>
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Die Gesamtkosten der baulichen Ma&szlig;nahme belaufen sich auf rund 712.000 Euro. Trotz der F&ouml;rdermittel von der Di&ouml;zese Rottenburg-Stuttgart in H&ouml;he von 402.000 Euro sowie 89.000 Euro von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, muss die Gemeinde Eigenmittel in H&ouml;he von 221.000 Euro aufbringen. Die Kirche ist auf finanzielle Hilfe angewiesen.</p>
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Zum Fortbestand dieser kulturhistorischen Kirche von Schw&auml;bisch Hall soll eine F&ouml;rderung analog der st&auml;dtischen Vereine erfolgen. Diese bel&auml;uft sich auf 20 % der Gesamtkosten, max. 50.000 Euro.</p>
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Version vom 15. Oktober 2019, 14:16 Uhr

Sitzungsvorlagen-Nummer: 283/19

Sachvortrag:

Die katholische Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Steinbach gehört zu den ältesten durch urkundliche Nennung nachgewiesenen Kirchen der Region. Von dem Bauforscher Dr. Eduard Krüger wird der romanische Ursprungsbau, von dem sich wesentliche Teile erhalten haben, auf etwa das 11. Jahrhundert, andernorts etwas vorsichtiger, auf das frühe 12. Jahrhundert datiert.

Bis 1508, also das gesamte Mittelalter hindurch, blieb die Schwäbisch Haller Hauptkirche ein Filial von St. Johannes Baptist. Erst dann wurde die Unterstellung aufgehoben und St. Michael wurde Sitz einer selbstständigen Pfarrei.

In der Reformationszeit dürfte die mittelalterliche Ausstattung von St. Johannes Baptist verloren gegangen sein, da sich die Bewohnerinnen/ Bewohner von Steinbach dem protestantischen Glauben anschlossen und in der Kirche evangelisch gepredigt wurde. Bis 1600 setzte das Reichsstift Comburg die Rückkehr zum Katholizismus durch. Etwa 1717 fand eine barocke Umgestaltung von St. Johannes Baptist, einschließlich des Kirchhofes, statt.

Als Pfarrkirche nicht nur für Steinbach, sondern auch für die in der weitgehend protestantischen Region in der Diaspora lebenden Katholiken, hatte St. Johannes einen großen Einzugsbereich. Erst im späten 19. und 20. Jahrhundert hat sich dieser mit der Gründung neuer katholischen Kirchengemeinden verkleinert.

Eine von Dr. Eduard Krüger geleitete Restaurierung von 1965 zielte auf die teilweise Wiederherstellung des romanischen Charakters ab. In diesem Zusammenhang wurden die barocken Fenster entfernt und die aus dem 12. Jahrhundert wieder freigelegt. Dies war die letzte größere Restaurierung der Kirche.

Im Jahr 2018 musste die Kirchengemeinde aufgrund eines Pilzbefalls am Holzfachwerk des „Alten Pfarrhauses“ Sanierungskosten in Höhe von rund 185.000 Euro selbst aufbringen.

Nun stehen unabwendbare Sanierungen der Pfarrkirche bevor. In den letzten Jahren sind tiefe Risse in den Außenmauern der Kirche entstanden. Des Weiteren haben Voruntersuchungen ergeben, dass sich die Außenmauern bis zu 28 cm wölben. Eine grundlegende Dach- und Mauerwerksanierung muss zur Bestandssicherung der Kirche durchgeführt werden.

Die Gesamtkosten der baulichen Maßnahme belaufen sich auf rund 712.000 Euro. Trotz der Fördermittel von der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Höhe von 402.000 Euro sowie 89.000 Euro von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, muss die Gemeinde Eigenmittel in Höhe von 221.000 Euro aufbringen. Die Kirche ist auf finanzielle Hilfe angewiesen.

Zum Fortbestand dieser kulturhistorischen Kirche von Schwäbisch Hall soll eine Förderung analog der städtischen Vereine erfolgen. Diese beläuft sich auf 20 % der Gesamtkosten, max. 50.000 Euro.

Beschlussantrag:

Der Förderung in Höhe von 20 % der Gesamtkosten, max. 50.000 Euro, wird zugestimmt. Die Mittel werden im Haushaltsjahr 2019 überplanmäßig bereitgestellt.

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