§ 86/1 - Verschiedenes und Bekanntgaben: Verkehrsunfallstatistik 2017 und Erläuterung der Unfallhäufungsstellen (öffentlich)

Aus Ratsinformationssytem Schwäbisch Hall
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Sachvortrag:

- Stadtrat Baumann nimmt wieder seinen Platz am Ratstisch ein -

Wie der polizeilichen Unfallstatistik zu entnehmen ist, sind auf dem Gebiet der Stadt Schwäbisch Hall im vergangenen Jahr zwei Todesopfer zu beklagen. Beide Verkehrsunfälle wurden von männlichen Motorradfahrern aufgrund nicht angepasster bzw. überhöhter Geschwindigkeit verursacht:

  • Am 13.05. auf der K 2669 zwischen Sittenhardt und Bibersfeld
    Der Motorradfahrer war 27 Jahre alt und 11 Monate im Besitz der Fahrerlaubnis.
  • Am 05.06. auf der K 2576 /K2577 bei Gottwollshausen.
    Dieser Motorradfahrer war 34 Jahre alt und 1 Woche im Besitz der Fahrererlaubnis.

Beide Unfälle waren auf menschliches Fehlverhalten der Verursacher zurückzuführen. Durch Maßnahmen der Verkehrsbehörde bzw. des Straßenbaulastträger hätten sie nicht verhindert werden können.

Abgesehen davon hat sich die Unfallstatistik im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt:
Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle ging von 463 auf 433 zurück. Im Landkreis stieg die Gesamtzahl dagegen von 4.847 auf 5.152 um 6,3% an. Auch landesweit ist eine Zunahme von 3,7% zu verzeichnen.

Die Unfälle mit Radfahrer- und Fußgängerbeteiligung gingen von 42 auf 30 zurück.

Von der Polizei wurden im Jahr 2017 unter Berücksichtigung folgender Kriterien sechs Unfallhäufungsstellen ermittelt:

Eine Unfallhäufungsstelle liegt vor, wenn

- innerhalb eines Jahres 5 gleichartige Unfälle oder
- innerhalb von 3 Jahren 5 Unfälle mit Personenschaden zu verzeichnen sind.
- innerhalb von 3 Jahren auf einer Außerortsstrecke von 300 m
  mindestens 3 Unfälle mit Schwerverletzten oder Getöteten

  1. Kreisverkehr Neue Reifensteige

    Aus allen vier Richtungen kam es zu Zusammenstößen, weil die Unfallverursacher die Vorfahrt der im Kreisverkehr befindlichen Verkehrsteilnehmer missachtet haben. Dies verdeutlicht erneut wie notwendig der bereits geplante Ausbau des Kreisverkehrs ist.

  2. Kreuzung Robert-Bosch-Straße / Dr.- Max-Bühler-Straße

    Die bereits für das Jahr 2017 beabsichtigte Agglomeratmarkierung ist leider noch nicht angebracht. Das Unfallgeschehen zeigt, dass Verkehrsteilnehmer von der Robert-Bosch-Straße kommend trotz Stoppschild die Vorfahrt der Verkehrsteilnehmer auf der Dr.-Max-Bühler-Straße nicht gewähren. Die beschlossene Markierung auf der Robert-Bosch-Straße sollte deshalb schnellstmöglich angebracht werden. Außerdem ist eine Überwachung der Stoppstelle notwendig, die Polizei wird um entsprechende Kontrollen und Pressebericht gebeten.

  3. Kreuzung Stuttgarter Straße (B 14) / Dr.-Max-Bühler-Straße / Westumgehung (K 2576)

    Hier kam es zu relativ vielen Auffahrunfällen. Angesichts der äußerst hohen Verkehrsbelastung ist das Unfallgeschehen und die Folgen als relativ gering zu bewerten. Verbesserungsmöglichkeiten werden keine gesehen.

  4. Einmündung Breiteichstraße / Westumgehung (K2576)

    Nachdem diese Einmündung 2016 nicht mehr in Erscheinung trat, sind jetzt in der Dreijahresauswertung neun Verkehrsunfälle mit Verletzten zu verzeichnen. Bemerkenswert ist, dass alle Unfälle gleichartig sind: Verkehrsteilnehmer, die von der Breiteichstraße links in die Westumgehung einbiegen wollen, missachten die Vorfahrt der Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung B14 kommen.

    Bei der Verkehrsschau am 21.03.2918 wurde erneut festgestellt, dass die Leitplanken den Blick nach links in Richtung der von der B14 kommenden Fahrzeuge einschränken. Das Straßenbauamt will prüfen, ob die Leitplanken etwa einen Meter zurückgesetzt werden können, damit die Sicht besser wird. Außerdem soll wie in der Robert-Bosch-Straße eine Agglomeratmarkierung auf der Breiteichstraße angebracht werden, um die zur Vorfahrt verpflichteten Verkehrsteilnehmer auch akustisch auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Weitere Maßnahmen: Geschwindigkeitskontrollen, Polizeikontrollen der Stoppstelle. Sollte sich keine Verbesserung einstellen, wäre hier eine Lichtzeichenanlage noch wichtiger als an der Einmündung der Grohwiesenstraße.

  5. Unfallhäufungslinie Westumgehung (K2576), ca. 700 m nördl. Wackershofen

    Im Verlauf der Westumgehung kam es auf einer Strecke von 300 m in den letzten drei Jahren zu drei Verkehrsunfällen mit einem Getöteten, drei Schwerverletzen und einem Leichtverletzten. Nähere Beschreibung im mündlichen Vortrag.

  6. Kreuzung Gaildorfer Straße (B 19)/ Sudetenweg/ Heimbacher Dorfstraße
    Seit der Verlängerung der Linksabbiegespur Gaildorfer Straße Richtung Sudetenweg kam es zu keinen Unfällen mehr. Dies bestätigt die Richtigkeit dieser Maßnahme.

Anlage: Auswertung

Anlage: Ergänzung Statistik

Stadträtin Jörg-Unfried berichtet, dass sie selbst jüngst zwei Unfälle an der Einmündung Grohwiesenstraße/Westumgehung beobachtet habe. Sie sei gerade dabei die Daten bei der Polizei abzufragen. Es wird davon ausgegangen, dass diese aktuellen Unfälle in der aktuellen Statistik nicht angeführt werden, da sich diese Statistik auf das Jahr 2017 bezieht.

Fachbereichsleiter Bürgerdienste & Ordnung Gentner erläutert auf die weitere Verständnisfrage von Stadträtin Jörg-Unfried, dass es bei der beschlossenen Ampelanlage an der Einmündung der Grohwiesenstraße in die Westumgehung bleibe.

Stadträtin Jörg-Unfried spricht zudem die Geschwindigkeitsanzeigetafel in der Tüngentaler Straße an.

Oberbürgermeister Pelgrim sagt zu, dass diese nochmals versetzt wird.

Stadtrat Dr. Graf . v. Westerholt bittet um Erläuterung der angedachten Maßnahmen an den Unfallschwerpunkten.

Fachbereichsleiter Bürgerdienste & Ordnung Gentner verweist auf die Ausführungen in der Sitzungsvorlage, welche das Ergebnis des Verkehrsgesprächs unter Beteiligung der Polizei darstellen.

Stadträtin Niemann spricht an, dass bei der letzten Unfallstatistik verhältnismäßig viele Kinder als Opfer angeführt wurden. Nach der Entwicklung im Jahr 2017 wird gefragt.

Fachbereichsleiter Bürgerdienste & Ordnung Gentner verweist auf die ausgewiesene Anzahl verunglückter Personen unter 14 Jahren in der Statistik.

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