§ 154 - Wirtschaftliche Vorausschau auf die Jahre 2004 ff der HGE (öffentlich)

Aus Ratsinformationssytem Schwäbisch Hall
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Sachvortrag:

In den Haushaltsplänen 2004/2005 sind weitere Einnahmen aus Grundstücksverkäufen von Rohbauland durch die Stadt an die HGE eingeplant. Im Jahr 2004 sollen zur Realisierung weiterer Baugrundstücke folgende Flächen an die HGE veräußert werden:

  1. Baugebiet Mittelhöhe III
  2. Brunnenwiesen III in Tüngental
  3. Breitwiesen, Gailenkirchen
  4. Kurzfristig realisierbare Flächen im Gebiet Breitenstein.

Geschätzte Gesamtfläche ca 8 ha.

Nach Ansicht der Verwaltung muss für die Durchführung der Erschließung und den Verkauf mit einer Zwischenfinanzierung der Ankaufssumme von ca 8 bis 10 Jahren gerechnet werden. Auf der Grundlage dieser Überlegung ergibt sich folgende Finanzierungsübersicht für die HGE:

I. Ankauf des Rohbaulandes ohne Straßenflächen und öffentliches Grün im Jahr 2004 ca. 8 ha a 15 € =1 300 000 €
Zwischenfinanzierung dieser Summe für 8 Jahre 5% Zins 520 000 €
Gesamtaufwand für Ankauf und Zwischenfinanzierung 1 820 000 €
Durchführung der Erschließung
Es wird von einem kalkulierten Erschließungsaufwand von ca. 30 €/m² Bauland ausgegangen, so dass der Erschließungsaufwand für ca. 8 ha Bauland
beträgt.


2 400 000 €
Dieser Erschließungsaufwand ist noch einmal für einen Zeitraum von ca. 7 Jahren (5%) zu finanzieren =840 000 €
Aufwand Erschließung 3 240 000 €
Gesamtaufwand für den Ankauf der Baugrundstücke 5 060 000 €
Zusätzliche Nebenkosten sind zu erwarten:
Notar und Grunderwerbsteuer ca

70 000 €
Kostenanteil für die Abwassererschließung ca.400 000 €
Vermessungskosten ca 150 000 €
Vertriebskosten ca. 2% aus dem kalkulierten Verkaufspreis von ca 10 Mio 200 000 €
Gesamtaufwand für die nächsten 8 Jahre 5 880 000 €

Die kalkulierte Netto-Baufläche beträgt 8 ha, so dass sich Gestehungskosten für den erschlossenen Bauplatz einschl. Zwischenfinanzierung von 73,5 €/m² ergeben.

Die Verwaltung geht davon aus, dass bei der Veräußerung der Baugrundstücke in den nächsten Jahren ein Mischpreis von mindestens 90 €/m² erzielt werden kann, wobei zu erwarten ist, dass im veranschlagten Zeitraum nicht sämtliche Bauplätze verkauft werden können, da der HGE noch weitere ca 170 erschlossene Grundstücke zur Verfügung stehen.

Auch wenn die Stadt die Verkaufsaktivitäten ihrer Bauplätze erhöht und gegebenenfalls durch günstige Baulandpreise zusätzliche Verkäufe erzielt, ist nach der derzeitigen Beurteilung der Konjunktur davon auszugehen , dass maximal 60 bis 70 Bauplätze pro Jahr veräußert werden können. Verteilt man diese je zu Hälfte auf die bereits erschlossenen und die noch zu erschließenden Baugrundstücke, ist anzunehmen, dass von den noch zu erschließenden Grundstücken jährlich ca 25 verkauft werden.

Bei einer Bauplatzgröße von ca 700 m² ergeben sich bei einer Netto-Baulandfläche von 8 ha ca 110 Plätze.

II. Erwerb von weiterem Rohbauland im Jahr 2005

Im Jahr 2005 ist der Ankauf weiterer Rohbaulandflächen vorgesehen. Im Einzelnen handelt es sich um die Bauabschnitte

  1. die Mittelhöhe, V, VI, VII und VIII sowie Bereiche
  2. Brunnenwiesen IV
  3. Breitenstein
  4. Grundwiesensiedlung.

Auch hier wird von einer verwertbaren Baulandfläche von ca 8 ha ausgegangen. Bei diesen Grundstücken ist es jedoch notwendig, dass noch die entsprechenden Flächennutzungspläne bzw. Bebauungspläne aufgestellt werden. Insoweit muss hier für eine mögliche Verwertung der Grundstücke mit einem erheblich längeren Zeitaufwand gerechnet werden (Verwertungszeitraum ca 10 bis 15 Jahre). Auch diese Käufe sowie die in den späteren Jahren anstehende Erschließung müssen 100% über Fremdkredite finanziert werden.

Für diese Finanzierung ist eine Bürgschaftsübernahme der Stadt notwendig.

Die daraus resultierenden Grundstückserlöse der Stadt in Höhe von ca 1,2 Mio. € sind im Haushaltsplan 2005 eingestellt.

Beschluss:

Dem Ankauf der Rohbaulandflächen in den Jahren 2004 und 2005 von der Stadt wird grundsätzlich zugestimmt.

Die HGE wird beauftragt, 2004 die Erschließung eines weiteren Bauabschnitts der Mittelhöhe in Hessental sowie von Flächen in Tüngental und Breitenstein vorzunehmen.

(30 Ja-Stimmen, 1 Enthaltung)

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