§ 65 - Eisenbahnbrücke über die L1060 (Bühlertalstraße) im Bereich des Gewerbegebiets Gründle hier: Rückbau der Gleisanlage und Brücke (öffentlich)

Aus Ratsinformationssytem Schwäbisch Hall
Version vom 7. Mai 2010, 11:16 Uhr von Ingres (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Sachvortrag:


Als das seinerzeitige Camp Dolan noch militärisch genutzt wurde, erfolgte die Versorgung über einen Schienenanschluss, der von der Hauptstrecke Stuttgart-Nürnberg abzweigt. Dieser muss die L1060 im Bereich des Schlachthofes überqueren. Die Brücke besteht aus einer Stahlkonstruktion und wurde vor einigen Jahren, nachdem sie ein Lkw gerammt hatte, irreparabel beschädigt. Sie hat keine Funktion mehr, muss jedoch in einem Zustand erhalten werden, der eine Gefährdung des Verkehrs auf der L1060 ausschließt.

Die Verwaltung hat vor einigen Jahren ein Gutachten bei der Firma Dilog in Auftrag gegeben, dass die Chancen einer Wiedernutzung des Bahnanschlusses für den Solpark ermittelte. Das Ergebnis war, dass die ansässigen Betriebe nur ein ganz minimales Interesse an dem Bahnanschluss haben.

Die Verwaltung hat die Streckenanlage nicht mehr gepflegt. Sie ist verwachsen, der Schotterunterbau stark durchwurzelt und nicht mehr funktionsfähig. Im Fall einer Wiederinbetriebnahme dieses Gleisanschlusses müssten die vollständige Schienenstrecke und die Brücke erneuert werden. Im Hinblick auf die geringe Nachfrage, die zu erwartenden hohen Kosten sowie die komplizierte Handhabung mit der Deutschen Bahn AG ist ein solches Vorhaben als nahezu aussichtslos zu bezeichnen.

Die Verwaltung schlägt deshalb vor, die Brücke sowie den Schienenstrang vollständig zurück zu bauen, damit die Stadt aus ihrer Unterhaltungspflicht entlassen wird. Bei den derzeitigen Stahlpreisen bietet sich an, den Abbau und die Verwertung der Gleise zwischen der Anbindung an die DB Strecke und der Raiffeisenstraße sowie der Brücke über die L1060 öffentlich auszuschreiben. Es wird angestrebt, dass der Rückbau für die Stadt weitgehend kostenneutral erfolgt.

Mit der Beseitigung der Widerlager werden die Sichtverhältnisse - insbesondere auf der Südseite der L1060 - entscheidend verbessert, so dass die Ausfahrt aus dem Hof Kronmüller künftig konfliktfreier verlaufen kann. Diese Ausfahrt liegt derzeit direkt hinter den Widerlagern und wird von Autofahrern häufig erst sehr spät erkannt. Deshalb kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen.


Bürgermeister Stadel und Stadtplaner Neumann teilen übereinstimmend mit, dass die Bahntrasse und die Brücke bei langfristigem Bedarf wieder errichtet werden könnten.

Stadtrat Vogt und Stadträtin Niemann sind der Meinung, dass man sich diese Option auf jeden Fall erhalten sollte.

Nach Auskunft von Oberbürgermeister Pelgrim befinde sich die Trasse in städtischem Eigentum und werde planerisch offen gehalten, wobei es derzeit aber unwahrscheinlich sei, dass eines der im Solpark angesiedelten Unternehmen kurzfristig auf den Schienenverkehr umsatteln wolle.
Innerhalb der nächsten 10 Jahre halte er dieses für völlig utopisch.

B e s c h l u s s:

Der Bau- und Planungsausschuss nimmt die Absicht der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis und beauftragt sie mit der erforderlichen Ausschreibung für den Rückbau der Gleisanlagen und der Brücke.
(17 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme, 1 Enthaltung)

Meine Werkzeuge